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Also
gut, ich wurde erwischt! Am 10.6.1976 habe ich das Licht der Welt erblickt und ca. neun Jahre später habe ich meine erste Geschichte geschrieben. Ich weiß es noch wie gestern: In der Schule war das, man hat uns den Auftrag gegeben aufzuschreiben, was wir in der letzten Nacht geträumt hatten. Tja, nur wusste ich nicht was ich geträumt hatte. Und just in dem Moment hat mich jener schicksalhafte Geistesblitz überfallen: Denk dir halt was aus! Leider ist die Geschichte, die dabei entstanden ist, irgendwo untergegangen. Ein Fehler, den ich hoffentlich nicht wieder mache. Aber na ja, die erste "richtige" Geschichte ist noch in derselben Woche entstanden. Und die habe ich aufgehoben. Wer weiß, vielleicht kugelt sie sich ja auch irgendwo auf HypCon herum (o; Und seitdem habe ich immer öfter und immer regelmäßiger geschrieben, durch drei Phasen um genau zu sein: Die erste Phase reichte von jener Geschichte in der dritten Klasse bis zu meiner Pubertät. Was habe ich da geschrieben? Na ja, ich habe geklaut wie ein Rabe um ehrlich zu sein. Von den Fünf Freunden, Jan Tenner, Raumschiff Orion, "die phantastische Reise" bis hin zu John Sinclair und Larry Brent. Ich habe mich einfach da bedient, wo es mir Spaß gemacht hat. Es ging nicht um Originalität, oder um Spannung, um Figuren und Dialoge ging es schon gar nicht - es ging einfach darum solche Geschichten zu schreiben, wie ich sie gerade gerne gelesen, gehört oder gesehen habe. Es war toll! Aber für jeden Dritten natürlich ziemlich unspektakulär. Die zweite Phase hat mich meine gesamte Jugend verfolgt. Wiederum waren Spannung und Dialoge Nebensache, es ging nur darum rabenschwarze Abgesänge auf die Welt zu verfassen und allen Folterungen des Heranwachsens mit Gift und Galle zu bespucken. Figuren? Es gab nur eine, nämlich mich, immer in anderer Gestalt, mit anderem Namen, aber von den gleichen Dingen gequält. So konnte ich mir alles von der Seele schreiben, Sublimation nennt man das wohl in der Psychologie - und die hat funktioniert. Klar hab ich auch aus dieser Phase eine Story auf HypCon versteckt, die übelste davon, sonst würde es ja keinen Spaß machen... Also Vorsicht! So etwas kommt dabei raus, wenn ein gepeinigter Teenager zum ersten mal Clive Barker in die Finger bekommt... Was mich zur dritten Phase bringt. Mit zwanzig wird man dann langsam ruhiger und man beginnt sich für die Technik hinter dem Schreiben zu interessieren. Plötzlich sind es die Geschichten die zählen, man entdeckt was es für einen Spaß machen kann Figuren zu entwerfen und was für beschissene Dialoge man vorher geschrieben hat. Mit einem Wort, es ist die Phase für mich, die zum ersten mal Geschichten hervorbringt, die jemanden interessieren könnten. Die Tränen Edens ist die erste aus dieser Phase, obwohl die Handschrift aus der zweiten Phase noch deutlich zu erkennen ist. Jedenfalls habe ich mich seitdem versucht weiterzubilden und zu verbessern. WetGrave ist meine längste Story bisher und ihre Veröffentlichung hat mir viel Mut gemacht. Dementsprechend ein dickes Thanx a lot an jeden, der meinen Geschichten eine Chance gibt. Und sonst? Abi, Studium, Berufseinstieg und sonstiger weltlicher Kram. Natürlich sind das Dinge für die ich unglaublich dankbar bin, aber es ist trotzdem nix, was meiner Faszination für phantastische Geschichten irgendwie das Wasser reichen könnte. In diesen Sinne, stay phantastic! Alf Stiegler. |
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